Europarecht: die sanfte Revolution von oben

Europarecht: die sanfte Revolution von oben 28.10.2026
28. Oktober 2026
19:00 Uhr
Mag. Alexander Pichler
Tilgnerstrasse 3/2, 1040 Wien
30 Plätze sind verfügbar
10 € pro Teilnehmer

Eine rechtssoziologische Untersuchungen zur Uminterpretation des Verfassungsrechts durch europarechtliche Vorgaben

War es ursprünglich ein wesentliches Ziel der Verfassungen abendländischen Zuschnitts, dass diese dem politischen Handeln den äußeren Rahmen geben, so ist seit geraumer Zeit eine schleichende Umdeutung des Verfassungsrechts, oft angestoßen und vorangetrieben durch die Rechtsprechung des EuGH, aber auch durch die Tätigkeit der Kommission, zu konstatieren. Inwieweit sich diese Entwicklungen auf unser Verfassungsverständnis auswirken, es dadurch zu einer zunehmenden Erosion des Souveränitätspanzers der Nationalstaaten kommt und wie dieser Prozess aus rechtssoziologischer und rechtsphilosophischer Perspektiven einzuordnen ist, wird näher analysiert.

Inhalt:

Historische Einordnung: Vom Verfassungsmonismus zum multizentrischen Verfassungsverbund
Der rechtliche Sprengkopf: Anwendungsvorrang und unmittelbare Wirkung
Nationale Verfassung vs europäische Verwaltung – wer bestimmt wen?
Kooptionsdemokratie als status quo?
Nationale Rüstung oder/und europäische Festung
Ausblick vor dem Hintergrund aktueller staatspolitischer Debatten

Anmeldung: https://forum-austriacum.at/europarecht-die-sanfte-revolution-von-oben-rechtssoziologische-untersuchungen-zur-uminterpretation-des-verfassungsrechts-durch-europarechtliche-vorgaben

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